Geschichte

Die schwere Zeit während des 2. Weltkriegs führte zur Besinnung auf die eigenen Werte und den Zusammenhalt, so dass viele Jodlergruppen in diesen Jahren gegründet wurden. So auch in Aeschiried, wo sich im Frühjahr 1942 erstmals 16 Sänger im Schulhaus zu einer Jodlerübung eintrafen. Der Anfang war geglückt, so dass am 11. Juni 1943 die erste Hauptversammlung des neuen Vereins stattfand. Zu diesem Zeitpunkt waren es bereits 19 Mitglieder.

 

Der Beitritt zum Bernisch-Kantonalen Jodlerverband erfolgte im 1944. Gesanglich machte die Gruppe rasch Fortschritte, so dass bereits im 1945 das erste Kantonale Jodlerfest in Schwarzenburg besucht wurde. Überhaupt nahmen die Tätigkeiten des Vereins rasch Schwung auf: Es wurde Theater gespielt, Jodlerfeste besucht und mit Auftritten an verschiedenen Anlässen erfreute man das Publikum.

 

In den Jahren 1946 bis 1948 wurde auf dem Rengglipass zuhinterst im Suldtal ein Dorfet organisiert. Auf Tragräfen mussten die Weinfässli vom Suld auf das Renggli getragen werden. Auf dem Naturboden wurde geschwungen und die Gäste mit Lied und Jutz unterhalten.

 

Ab 1949 bis zur Jahrtausendwende fand der Bergdorfet und Schwinget auf der Aeschiallmend statt und wurde zum sommerlichen Treffpunkt der Älpler und der einheimischen Bevölkerung. Während vielen Jahren wurden schliesslich die Feriengäste an jeweils zwei bis drei Platzkonzerten im Sommer zusammen mit anderen Dorfvereinen mit Jodlerdarbietungen unterhalten. Daraus entstanden auch Kontakte über die Landesgrenzen hinaus.

Die Jodlergruppe Alpengruss Aeschiried war von Beginn an sehr aktiv, verzeichnete viele Auftritte an unterschiedlichen Anlässen und nahm an Jodlerfesten teil. Im 1964 reisten die Aeschrieder sogar ins Ausland nach Ludwigshafen und durften die deutschen Nachbarn mit Liedern und „Jutzen“ aus der Schweiz erfreuen.

 

Mit Klaus Rubin durfte der Klub während vieler Jahre von einem sehr versierten Dirigenten geleitet werden: Als 17-jähriger Jüngling wurde Klaus von seinem Vater Alfred an die Singübung der Jodlergruppe mitgenommen. Nach verschiedenen Kursen absolvierte er schliesslich die Ausbildung zum Dirigenten. Als die Gruppe im 1980 einen neuen Dirigenten suchte, lag es nahe, Klaus diese Aufgabe zu übertragen. Seine Gabe als Komponist kam in den darauffolgenden Jahren zum Vorschein. Mit seinen einzigartigen Kompositionen konnte und kann die Jodlergruppe viele Erfolge feiern. Seine Talente blieben auch dem Bernisch-Kantonalen Jodlerverband nicht verborgen. Im Jahr 1989 wurde er als Jurymitglied gewählt. Mit den Jubiläumsfeierlichkeiten im Januar 2019 findet das 37-jährige Dirigentenengagement von Klaus Rubin bei der Jodlergruppe Alpengruss Aeschiried einen würdigen Abschluss.